Sprengring

Was sind Sprengringe?

Ein Sprengring ist eine besondere Form des Sicherungsrings. Im Maschinenbau sichert er formschlüssig Bauteile wie Räder, Dichtelemente und Lager auf Achsen, Wellen oder innerhalb von Bohrungen gegen eine axiale Verschiebung.

Warum heißt er so? Die Bezeichnung Sprengring leitet sich von der früheren Herstellungsmethode ab: Damals wurde er von Rohren abgeschnitten und anschließend aufgetrennt. Heute bestehen Sprengringe aus Federstahldraht mit gleichbleibendem Querschnitt. An einem Windeautomaten werden sie zu einem Ring gebogen. Der Durchmesser kann wenige Millimeter bis zu einigen Metern betragen.

Welche Vorteile bringen sie?

Sprengringe nehmen die Kräfte auf, die in Richtung einer Achse des Rotationskörpers wirken. Das Sicherungselement fixiert das jeweilige Bauteil und verhindert, dass es sich axial in den Lagersitzen verschiebt. Sprengringe sind vielseitig anwendbar und bieten in vielen unterschiedlichen Fällen die beste und kostengünstigste Lösung.

Sprengringe im Detail

Sprengringe sind in zwei grundsätzlichen Ausführungen erhältlich: Für den Wellenbau und für Bohrungen. Für jede Anwendung ist eine spezielle DIN-Variante vorhanden.

Sprengringe DIN 7993 für Wellen

Sprengring als Wellensicherung
Sprengring als Wellensicherung

Um einen Sprengring auf eine Welle zu setzen, wird sie an einer entsprechenden Stelle eingekerbt und eine Nut eingefügt. Diese ist etwa 0,1 bis 0,2 mm breiter als der Ring selbst. Um eine Deformation des Wellensicherungsrings zu vermeiden, kann zusätzlich ein konischer Montagedorn auf das Wellenende gesetzt oder eine dünnwandige Hülse über die Welle gestreift werden. Mittels einer Sprengzange wird der aufgeweitete Ring über die Welle geschoben.

Bei Bedarf findet man im Gutekunst Federnkatalog die Sprengringe für Wellendurchmesser von 4 bis 125 mm in den Federwerkstoffen Normalstahl EN 10270-1 und Edelstahl EN 10270-3-1.4310 ab Lager. Hier geht es zur Artikelauswahl Sprengringe für Wellen

 

Sprengringe DIN 7993 für Bohrungen

Sprengring als Bohrungssicherung
Sprengring als Bohrungssicherung

Bei einer Bohrung erfolgt der Einbau des Sprengrings ähnlich wie bei einer Welle, lediglich die Einkerbung ist meist tiefer. Konische Hülsen vereinfachen die Montage der Bohrungssicherungsringe. Die Ringe werden ebenfalls mit einer Sprengzange in die Bohrung eingesetzt. Beim Einbau in Getriebe lassen sich die Sprengringe zusätzlich als Abstandshalter einsetzen.

Bei Bedarf findet man im Gutekunst Federnkatalog die Sprengringe für Bohrungsdurchmesser von 7 bis 125 mm in den Federwerkstoffen Normalstahl EN 10270-1 und Edelstahl EN 10270-3-1.4310 ab Lager. Hier geht es zur Artikelauswahl Sprengringe für Bohrungen

 

Sprengring als Schraubensicherung

Besonderheiten

Sprengringe, die aus Runddraht gefertigt sind, lassen sich auch als Federringe zur Schraubensicherung einsetzen. Da die Enden des Federrings nicht zueinander fluchten, erzeugen sie bei der radialen Anziehbewegung eine axiale Kraft. Kommt es zu Erschütterungen, ist die Verschraubung fest geschützt und kann sich nicht selbständig lösen. Auf diese Weise werden zum Beipsiel Eisenbahnschienen gesichert.

Unser Service

Gutekunst bietet Ihnen in seinem Katalog ein Standardprogramm an Sprengringen für Wellen- und Bohrungssicherungen. Darüber hinaus entwickeln und produzieren wir auch Sprengringe nach Ihren individuellen Vorgaben, die sich optimal Ihren Bedürfnissen anpassen. Senden Sie dafür bitte Ihre Anforderungen einfach an Fax (+49) 07123 960-150 oder technik@gutekunst-co.com

Einsatz von Sprengringen

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